|
|
AMSC
Leonberg e.V. |
|
Ortsclub
im ADAC |
||
|---|---|---|---|---|---|
| Jura 2004 | |||||
|
Am Freitag, den 28.Mai ging es morgens um 9.00 Uhr los. Die endgültige Startzeit wurde zwei Tage zuvor am Clubabend nach zähem Ringen festgelegt, bevor weißer Rauch als Zeichen der Einigung aufsteigen konnte. Ina, Steffi, Ralf, Klaus, Guide Norbert und der Autor waren wider erwarten pünktlich am Treffpunkt. Über kleine Sträßchen ging es in Richtung Südschwarzwald. Dank Ralf´s logistischem Talents mangelte es uns an nichts. Selbst Kuchen zauberte er aus seinem Wunder-Topcase. Nur hinsichtlich des Ausschanks von frischen Kaffees muß er bis zum nächsten Jahr noch an seinem Equipment arbeiten. Aus Ermangelung des braunen Getränks mußten wir dann doch noch ein Café in Lauterbach ansteuern. |
|
Unser Navigationssystem NORBERT 1.0 versuchte danach auf
noch kleineren teils asphaltierten und teils nicht asphaltierten Wegen
voranzukommen. So kam es, daß ein Waldstück bis in die letzte Ecke
durchforstet wurde. Doch stets setzten wohlbekannte weiße Schilder mit
rotem Rand unseren Bemühungen ein Ende. Abschließend erinnerte sich
unser Wegweiser daran, daß er schon mal vor einigen Jahren ebenfalls im
gleichen Waldstück scheiterte. Vor der Ausfahrt hätten wir doch noch das
Zusatztool Sackgassenerinnerung 1.1 einspielen sollen. Doch getreu seinem
Motto fuhren wir weiter auf kleinen Straßen über Triberg, Furtwangen und
Titisee am Feldberg vorbei ins Wiesental. Dort wurden noch einige Seitentäler
inspiziert. Diese kleinen kurvenreichen Strecken sorgten zusammen mit dem
Zunehmen des blauen Anteils am Himmel für einen herrlichen Abschluß des
Fahrtages. Nach Bewältigung der letzten Auffahrt zum Tagesziel
Pfaffenberg, konnten wir uns es auf der Terrasse gemütlich machen. Die
parallele Zunahme des Sonnenscheinanteils und Hefeweizen sorgten für eine
gute Einstimmung in den Abend, an dem wir gegen später durch Nicole und
Bernd noch ergänzt wurden. |
|
Schnell überschritten wir die Grenze um die ersten
kleinen aber sehr reizvollen schmalen wenig befahrene Pässchen zu
erklimmen. Über die Sprachgrenze Scheltenpass kamen wir in den französisch
sprechenden Teil der Schweiz. An einem kleineren Paß ging ein Schotterstück
weiter aufwärts. Da ein Sperrschild nicht zu entdecken waren und wir
sowieso einen Punkt für ein Päuschen suchten, erklommen wir das Stück
kurzerhand. Oben trafen wir auf weidende Pferde und Kühe, neben denen
auch wir uns den mitgebrachten kulinarischen Genüssen hingaben. Ina,
Steffi und Bernd versuchten sich erfolgreich als (Kappen-)Pausenclowns und
vertrieben uns somit etwas die Zeit. |
|
|
Ein gerissener Kupplungszug brachte uns eine etwas längere Pause, da es generell schwierig ist Samstag Nachmittag um 16.00 Uhr Ersatzteile zu beschaffen. Zum Glück hatte sich der Kupplungszug ein sonniges Plätzchen ausgesucht und so kamen wir zu etwas Bräune. Doch die zwei ausgesandten Jäger und Sammler brachten nach etwa 1h doch noch einen Nippel mit. Beim Einbau mußte jedoch die Oberseite aufgrund Überlänge abgesägt werden.Danach ging es aufgrund der inzwischen weit fortgeschrittenen Nachmittag auf relativ direkten Weg zur Unterkunft am Lac de St. Point. |
|
|
|
|
Am dritten Tag ging es zuerst zum obligatorischen Einkaufen der Jura-Sepzialitäten. Mit Proviant reich bepackt, zog es uns auf den Mont d´Or (1461 m), von dem man bei guter Sicht das Mont Blanc Massiv und das Berner Oberland sehen kann. Unsere Nachwuchs-Navigations-Systeme versuchten sich dann mit Karte und Kompaß, um den weiteren Streckenverlauf zu planen... Über Schotter- und Waldwege erreichten wir die (grüne) Schweizer Grenze, an der wir dann unsere "Mittagspause" einlegten und den meisten des zuvor erworbenen Proviant vertilgten. Hier verließen wir auch die Grande Nation und fuhren hinab zum schweizerischen Lac de Joux um widerum den Col de l´Aiguillon (1320 m) zu erklimmen. |
|
|
Oberhalb des Lac de Neuchâtel
gab es dann eine wohlverdiente Pause, bei der vor allem der Wirt sich
verdiente. Die herrliche Aussicht war hier deutlich im Preis inbegriffen. Nach diesem Aussichts- und finanziellen Höhepunkt zog es
uns über eine Hochebene hinab in die Gorges du Doubs. Auf der
Hochebene zeichnete sich Bernd noch als Retter eines Kalbes aus, daß den
Eingang zur Weide nicht mehr fand. Enduristen haben halt doch ein Herz für
die Natur..... Der letzte Tag begann feucht und die Regenklamotten mußten ausgepackt werden. Vom Wetter nicht abgeschreckt, kreuzen wir trotz grober Feuchtigkeit zweimal da Doubs-Tal, bis wir bei St.Ursanne so langsam das Jura früher als geplant, verließen. Bereits hier war's vorbei mit dem Regen und das Wetter wurde stetig besser. Aus diesem Grund genossen wir nach einer Essenspause bei Lörrach ausgiebig den Südschwarzwald bevor wir dann den endgültigen Heimweg antraten. Michael |